Dienstag, 21. Juni 2011

Es gibt sie doch – schwule Fussballer

Wieder ein interessanter Artikel. Im Interview ist unter anderem Tony Quindt, um den es in diesem Eintrag schon einmal ging. Ich mag übrigens die Einstellung von Wolf-Dieter Hoppe was das Thema angeht, wann sich denn eventuell die ersten Profifußballer outen würden ;D

♥ Viel Spaß ♥


Es gibt sie doch – schwule Fussballer
27.05.2011

In schöner Regelmäßigkeit taucht das Thema „Homosexualität im Fußball“ immer wieder einmal in den Medien auf. Doch wirkliche Veränderungen sind nicht in Sicht. Es gibt nach wie vor keine offen schwulen Fußballprofis und auch in den Stadien und auf Fußballplätzen dieser Nation sind Schimpfwörter wie „Schwule Sau“ und ähnliches noch immer fast an der Tagesordnung. Oftmals wird Schwulen ja nicht einmal zugestanden, dass sie überhaupt Fußball spielen können. Dass dieses nicht so ist, und dass einige dabei durchaus erfolgreich sind, beweisen einmal mehr die Jungs der „Ballboys“, der Fußballmannschaft beim schwul-lesbischen Sportverein Startschuss. Gerade jüngst haben sie beim 6. Internationalen Fußballturnier von Vorspiel Berlin gewonnen. Und nun werden sie nach einer Qualifikation als bestes europäisches Team in der II. Division bei den Gay Games in Köln im vergangenen Jahr nun im Juni am Europa-Cup in Manchester teilnehmen. Im Gegensatz zu Personen, die nur behaupten, erfolgreich gespielt zu haben, finden sich in den Reihen der „Ballboys“ zur Zeit zwei ehemalige Nationalspieler. Zum einen ist dieses Tony Quindt (Jahrgang 1985), ein ehemaliger Jugendnationalspieler für Russland, und zum anderen Wolf-Dieter Hoppe (Jahrgang 1964), welcher in seiner Jugend für die deutsche Schülernationalmannschaft gespielt hat. Nach dem großen Echo auf die Titelstory der letzten Ausgabe von SCHWULISSIMO, traf sich Redakteur Ingo Drzewiecki mit den beiden schwulen Fußballern.


Tony Quindt

SCHWULISSIMO:
Erzählt uns doch zunächst ein wenig über Eure Werdegänge im Fußball. Wann habt ihr in diesem Zusammenhang gemerkt, dass ihr schwul seid und wann kam es zu Eurem Outing?

Wolf-Dieter: Ich habe von der E bis zur A-Jugend beim SV Arminia Hannover gespielt. Später dann im Kader der Oberligamannschaft des SV Arminia Hannover. Nach meinem Wechsel zum TUS Celle spielte ich dort zunächst in der Verbandsliga, später dann in der Landesligamannschaft. Von 1986 bis 1991 absolvierte ich mein Studium der Sportwissenschaften an der Sporthochschule in Köln. Zu den „Ballboys“ kam ich erst im vergangenen Jahr. Aufmerksam geworden war ich auf sie durch ihre Shirt-Aktion zu den Gay-Games und bei einem Grillfest kam dann der Kontakt zustande. Der größte Erfolg in meiner Fußballkarriere war sicherlich 1978 die Teilnahme an einem C-Jugend DFB-Vorbereitungslehrgang und schließlich die Teilnahme an dem Schülernationalspiel Niederlande – Deutschland. Mein Schwulsein habe ich erst Ende der 2000er Jahre entdeckt. Selbst Rückblickend betrachtet kann ich mich an wenige Situationen erinnern, wo ich vielleicht früher hätte etwas merken können. Den einen oder anderen Hinweis habe ich vielleicht damals auch einfach ganz anders gedeutet, wie beispielsweise das doch sehr besondere Interesse an Sportsendungen im TV. War es nicht vielleicht eher auch ein allgemeines Interesse an den Männern?

Tony: Ich bin in Sibirien geboren und aufgewachsen. Meine Großeltern waren Deutsche während meine Eltern in Russland geboren sind. Bei uns wurde auch fast nur russisch gesprochen, nur meine Großeltern sprachen hin und wieder deutsch. Bereits mit ca. 6 Jahren habe ich mit dem Fußballspielen angefangen. Da war ich in einer Sportschule. wo es fünf Tage die Woche nur um Fußball ging. Samstags war frei und Sonntags gab es meistens irgendwelche Freundschaftsspiele und ähnliches. Mit ca. 9 Jahren bin ich auf ein Sportinternat gewechselt. Dieses gehörte zu Spartak Moskau und da fühlte man sich in der Internatsuniform, die wir hatten, in der Stadt schon als etwas besonderes, denn sofort wusste jeder, dass Du dort auf das Internat gehst. Im Sommer 2001 sind wir dann nach Deutschland zurückgekehrt, wenn man das so nennen kann. Ich selber sprach nur ein paar wenige Worte Deutsch. Mein Vater hatte damals beschlossen, dass wir nur das notwendigste mitnehmen und so musste ich meine ganzen Pokale, Medaillen und so weiter in Russland lassen, was mich schon traurig gemacht hat. Verletzungsbedingt habe ich erst 2003 wieder richtig mit dem Fußball als Sport beim SIG Elmenhorst angefangen. Zu Beginn war das gar nicht so einfach ohne jegliche deutsche Sprachkenntnisse. Mein Schwulsein habe ich erst in Deutschland so ungefähr 2003 entdeckt. Zu dem Zeitpunkt war ich gerade 6 Monate mit meiner Freundin zusammen, doch durch neue Möglichkeiten wie das Internet entdeckte ich immer mehr, dass ich mich mehr zu Männern hingezogen fühlte. Letztendlich habe ich diese Beziehung dann beendet, weil ich meiner Freundin nichts vormachen wollte. Meine Mutter hat mich immer unterstützt, aber seit meinem Outing ist es für sie nicht einfach. Mein Vater spricht seitdem gar nicht mehr mit mir. Wenn es wirklich einmal nötig sein sollte, tut er dieses nur über meine Mutter.

Das Outing vor meinen Mitspielern kam eher aus Versehen zustande. Bei einer Feier in der Dorfgemeinschaft, wo alle ausgelassen gefeiert und getrunken hatten kam irgendwann mein Freund hinzu und ich habe ihn als „meine Frau“ vorgestellt. Ich war mir zu dem Zeitpunkt nicht sicher, was ich da gesagt hatte, denn ich sah es wohl als Scherz. Aber der eine oder andere machte sich dann wohl doch Gedanken. Dann stand plötzlich die ARD auf der Matte, um ein Porträt für eine Sendung zu drehen. Und in der habe ich mich dann offiziell geoutet. Nach der Ausstrahlung war aber seltsamer Weise einfach Ruhe. Keine negativen, aber auch keine positiven Bemerkungen. Zum Beginn der neuen Saison hatte ich dann schon ein mulmiges Gefühl, aber es war alles wie vorher auch. Mein Schwulsein ist bis heute kein Thema.


Wolf-Dieter Hoppe


SCHWULISSIMO: Ihr beide habt Euch letztendlich aber gegen eine Profikarriere entschieden und spielt nun bei einer schwulen Fußballmannschaft. Warum?

Wolf-Dieter: Ich habe jetzt bei den Ballboys ganz neue Erfahrungen gemacht. Beispielsweise, dass miteinander anders umgegangen wird, dass Körperlichkeiten anders wahrgenommen werden und vor allem, dass die Angst des „Entdecktwerdens“ weg ist.

Tony: Ich musste wirklich lange überredet werden, bis ich angefangen habe bei den Ballboys mitzuspielen. (lacht)

SCHWULISSIMO:
Wo seht ihr die Gründe, dass es bis heute keine geouteten Spieler im deutschen Profifußball gibt? In Frankreich hatte sich ja der Fußballer Yoann Lemaire geoutet und wurde prompt aus seiner Mannschaft geworfen. Ist das tatsächlich ein Zeichen dafür, dass die Zeit auch im Jahr 2011 noch nicht reif für schwule Fußballer ist während sich in England sogar der Rugby-Profi Gareth Thomas als schwul geoutet hat?

Wolf-Dieter: Ich glaube, das hängt immer noch mit diesem übersteigerten Männlichkeitsbild gerade im Fußball zusammen. Auch wenn mögliche schwule Spieler einen enormen Druck durch das Aufrechterhalten der Fassade mit Frau/Freundin usw. haben müssen, scheint es doch noch immer ein sehr großer Schritt zu sein.

Tony: Ich hätte mich in Russland auf keinen Fall geoutet. Dort ist das Klima gegen Schwule ja noch um einiges härter als hier in Deutschland. Im Profisport an sich ist solch ein Outing aber immer eine schwierige Sache – nicht nur im Fußball.

SCHWULISSIMO:
Was glaubt ihr, wie lange wird es noch bis zu einem offen schwulen Fußballer in der Profifußballliga dauern?

Tony:
Ich denke, da werden noch einige Jahre ins Land gehen. So schnell wird das nicht passieren.

Wolf-Dieter:
Ich sehe das etwas anders. Ich persönlich glaube, dass es in ein bis zwei Jahren schon so weit sein könnte. Zum einem durch die weltoffene, neue Spielergeneration aber auch durch die viel kommunikativere Generation von Trainern bei den Profis. Hier scheint mir mittlerweile mit einigem viel lockerer umgegangen zu werden.

SCHWULISSIMO:
Tony, an Dich habe ich eine ganz spezielle Frage, was hat es mit den pinkfarbenen Fußballschuhen auf sich?

Tony:
Das war ein Unfall! (lacht). Nein im Ernst. Ich bin ein großer Fan von Puma-Sportsachen und auf der Suche nach neuen Fußballschuhen bin ich im Internet eben auf diese gestoßen. Allerdings erschienen sie mir lila und zu der Zeit fand ich lila als Farbe für Fußballschuhe cool. Als dann die Schuhe bei mir ankamen und ich den Karton öffnete war ich etwas schockiert. Sie waren nämlich nicht lila, sondern richtiggehend rosa. Zuerst wollte ich diese gar nicht anziehen, dann habe ich sie mal zu Training getragen, als da keine Reaktionen kamen auch zu Spielen. Und irgendwann sagte sogar mal ein anderer Spieler „coole Schuhe“. Es ist also weder eine Provokation noch irgendein verstecktes Statement.

SCHWULISSIMO:
Bei Euren Erfolgen, die ihr mit den „Ballboys“ erzielt, drängt sich mir ja die Frage auf, ob nicht auch mal Talentscouts auch auf Spieler von Euch aufmerksam werden. Oder ist mit so etwas gar nicht zu rechnen?

Wolf-Dieter:
Also, bei mir ist das Thema mittlerweile eh durch, dafür bin ich wohl ein bis zwei Jährchen zu alt.

Tony:
Ich glaube nicht, dass es überhaupt einmal passieren würde, dass Talentscouts ausgerechnet bei schwulen Turnieren auftauchen würden. In Elmenhorst hatte ich aber mal eine Anfrage für die Verbandsliga, doch diese habe ich abgelehnt. Ich habe für so etwas eigentlich keine Zeit, denn ich müsste dann öfter trainieren, denn nur wer trainiert darf dann auch spielen. Beim SIG Elmenhorst kann ich auch mal beim Training fehlen und darf trotzdem auf den Platz. (id)


Quelle

Mittwoch, 15. Juni 2011

♥ René Adler x Clemens Fritz ♥

So... hab grad 'nen René/Clemens-Flash *____________*
Deshalb muss ich jetzt einfach mal einen Eintrag mit den beiden machen ♥♥♥♥
Ich hab leider nicht sooo viele Bilder... aber egal *_* Wer noch mehr hat, kann sie mir gern schicken ♥ Ich würde mich freuen :*

♥♥♥ Viel Spaß ♥♥♥






























Freitag, 10. Juni 2011

Fußball: Schwule und Lesben werden ausgegrenzt

Sehr interessanter Artikel, wenn auch ernüchternd. Aber der lieben Frau Degele stimme ich voll und ganz zu (s. unten fett gedruckt).

Nachtrag:
In der ZDF-Mediathek ist auch ein sehenswertes Video für alle, die es interessiert: Homophobie im Fußball - ein schwuler Ball fliegt genauso gut


Fußball: Schwule und Lesben werden ausgegrenzt
10.06.2011



BERLIN - „Mit einem Analritter dusch’ ich nicht“, gab der Teilnehmer einer neuen Studie über Homophobie im Fußball freimütig zu Protokoll und bewies damit einmal mehr, dass Schwule in Deutschlands beliebtester Sportart oft ausgegrenzt werden. Dabei müssten laut Bevölkerungsstatistik jeder zehnte Spieler und jede zehnte Spielerin homosexuell sein. „Fußball verbindet nicht nur, er grenzt auch aus“, sagte die Freiburger Soziologie-Professorin Nina Degele am Mittwochabend in Berlin, als sie die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit der Öffentlichkeit präsentierte.

Rund 100 Gäste waren in den Konferenz-Saal der Friedrich-Ebert-Stiftung gekommen, um sich über die Resultate der Studie zu informieren. Degele und ihr Team haben in den vergangenen Monaten 142 Teilnehmer über ihre Haltung zu Homophobie und Sexismus im Fußball befragt – darunter viele Fans und Spieler. Degeles Fazit: „Schwule werden im Fußball ausgegrenzt, weil sie nicht die richtige Sexualität haben.“ Kickende Frauen würden von vornherein als Lesben abgestempelt und in den Medien – verglichen mit den männlichen Kollegen – kaum wahrgenommen. Daran werde auch die bald beginnende Frauen-WM in Deutschland kaum etwas ändern.

In den knapp zwei Dutzend Gruppendiskussionen, die für die Untersuchung geführt wurden, kamen zahllose homophobe Ressentiments zutage. Soziologie-Expertin Degele sprach sich angesichts solch kruder Vorbehalte für eine klare Positionierung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aus. Der Verband müsse sich noch mehr als bisher gegen Homophobie stellen. Die Wissenschaftlerin regte an, dass sich nach dem letzten Spieltag der nächsten Bundesliga-Saison elf Profi-Fußballer symbolisch outen und „eine Kehrtwende im Profi-Fußball“ inszenieren sollten. Bislang bekennt sich kein einziger Spieler der 1. oder 2. Bundesliga offen dazu, homosexuell zu sein.

Von Alexander Pitz

Quelle

Dienstag, 7. Juni 2011

Hot Football: Allstars *____________*

*sabber* Aika hat ein wunderbares Bild gebastelt *_*
Ich kann mich gar nicht entscheiden, wen ich zuerst anstarren und ansabbern soll *schmacht*
Danke ♥♥♥

Viel Spaß damit *________________*


Montag, 6. Juni 2011

Rob kissing Taylor *_____________*

Oh fuuuuck oh mein Gott oh mein Goooott! Robert Pattinson hat Taylor Lautner bei den MTV Movie Awards geküsst! Und wie *________________* SO GEIL. Wie Taylor seinen Arm um Rob schlingt *sabber*
Ich steh ja nicht so auf Rob, aber das... OMG! *harhar*

Hier paar Bilder dazu:





Verdammt ist das heiß *____________________*
Schade, dass wegen Urheberrechten die Videos bei YT nicht wirklich funktionieren Oo Egal, Bilder reichen <3

Freitag, 3. Juni 2011

Homosexueller Schiedsrichter verklagt türkischen Verband

Wieder einen interessanten Artikel im Internet gefunden. Nicht nur die Spieler hätten und haben Probleme, wenn rauskommt, dass sie schwul sind...


Fußball
Homosexueller Schiedsrichter verklagt türkischen Verband
01. Juni 2011 12:46 Uhr

Der türkische Verband ließ einen Schiedsrichter offenbar nicht an die Pfeife, weil er schwul ist. Jetzt geht es um viel Geld.

Der türkische Verband zeigte einem schiedsrichter offenbar aufgrund dessen Homesexualität die Rote Karte.


Ein homosexueller Schiedsrichter hat den türkischen Fußballverband (TFF) zwei Jahre nach seiner Entlassung auf Schadensersatz in Höhe von umgerechnet 48.000 Euro verklagt. Nachdem seine Homosexualität bekannt gemacht worden sei, habe er keine Arbeit mehr finden können, sagte Halil Ibrahim Dincdag (35) vor einem Istanbuler Gericht. Der Schiedsrichter beschuldige den Verband, Informationen aus einem vertraulichen Briefes an die Medien weitergegeben zu haben, berichteten türkische Zeitungen am Mittwoch.

Der Verband hatte Dincdag für den Dienst gesperrt, weil er seinen Militärdienst aus «gesundheitlichen Gründen» nicht abgeleistet hat. Die Bestimmungen des Verbandes sehen in diesem Fall vor, dass jemand dann auch nicht Schiedsrichter sein kann. In einem Brief an den Verband hatte Dincdag die Hintergründe der Ausmusterung erläutert. Er gab seine Homosexualität als Grund dafür an, dass die Armee ihn ausgemustert hatte.

Als der Fall bekannt wurde, erhielt Dincdag nach eigenen Angaben Morddrohungen. Menschenrechtsgruppen haben in der Vergangenheit mehrfach gefordert, dass die türkische Armee ihre Haltung zur Homosexualität korrigieren müsse. Die Armee stufe Homosexualität als psychische Störung ein und erniedrige Männer bei der Ausmusterung.

Quelle