Donnerstag, 26. Mai 2011

Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts: Schwule Kicker sollten sich nicht outen!

Ja, kann ja sein, dass es noch nicht an der Zeit ist, dass man sich im Fußball outen kann, aber mit solchen Leuten wie Folkterts verliert man ja gleich den Mut...



Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts: Schwule Kicker sollten sich nicht outen!

Von Tobias Render

Berlin – Die Fußball-WM der Frauen beginnt mit einer Leiche...

Am 19. Juni, eine Woche vor dem Eröffnungsspiel Deutschland–Kanada in Berlin, zeigt die ARD um 20.15 Uhr den „Tatort – Im Abseits“.

Eine Nationalspielerin wird tot aufgefunden, die TV-Kommissare Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, 50) und Mario Kopper (Andreas Hoppe, 50) ermitteln und DFB-Präsident Theo Zwanziger (65) hat seinen ersten „Tatort“-Auftritt. Die Kommissarin und der Fußball-König im Pressegespräch.

Brauchen wir Frauenfußball in Deutschland, Frau Folkerts?

Ulrike Folkerts: „Ja. Fußball vereint die Menschen. Die Anteilnahme für eine Mannschaft, mit ihr zu siegen oder zu verlieren, gibt einen echten Kick. Und das gilt für den Männer- wie für den Frauenfußball.“

Wie entstand die Idee zu diesem Tatort“?


Theo Zwanziger: „Vor drei Jahren traf ich Ulrike Folkerts, um sie als Botschafterin für die WM 2011 zu gewinnen. Nebenbei schlug ich ihr vor, doch mal einen Tatort zum Thema Frauenfußball zu machen.“

Warum?

Zwanziger:„Ich bin ‚Tatort‘-Fan. Der ‚Tatort‘ kann die Gesellschaft aufrütteln und vielleicht zum Überdenken der eigenen Meinung anregen.“

Und nun spielen Sie mit!

Zwanziger: „Meine Bedingung war: Ich wollte nur mich selbst spielen. Doch ich bin froh um jedes Bild, das nicht erscheint.“

Folkerts: „Sie haben Ihre Rolle hervorragend gespielt!“

Zwanziger: „Nun ja, so schwierig war das nicht. Aber ich muss schon sagen: Während ich die Szene, in der ich eine Rede halte, beim ersten Mal im Kasten hatte, haben die Profis eine Szene 45-mal wiederholen müssen (lacht).“

Tabuthema Homosexualität im Fußball: Sollten sich schwule Kicker outen?

Folkerts: „Ich rate davon ab. Dieses Gepushe mit dem ‚oute dich, dir passiert doch nichts‘, ist Quatsch. Die Gesellschaft ist nicht bereit für schwule Fußballer. Wenn sich einer outet, würde er plattgemacht. Ich befürchte da echt das Schlimmste...“

1 Kommentar:

  1. Sehr ermutigend, Frau Folkerts ;)
    Sie befürchtet das Schlimmste...

    Wenn ich mir vorstellen, dass morgen in der Zeitung stände "Spieler XY ist schwul, führte jahrelang ein Doppellleben", wäre mein erster Gedanke "Na endlich traut sich einer!" und mein zweiter "Endlich muss er sich nicht mehr durch das Doppellleben quälen!".
    Und ich denke, dass viele das genauso sehen.

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