Mittwoch, 9. März 2011

Schwedischer Fussballprofi: "Ich bin schwul"

*___* Geil.


Schwedischer Fussballprofi: «Ich bin schwul»

09.03.2011


Der 20-jährige Anton Hysén outete sich in einem Interview mit dem schwedischen Fussballmagazin «Offside» als schwul und wundert sich, warum er der bisher Einzige ist.

Anton Hysén

Fussballer-Familie: Der frühere schwedische Nationalspieler und Liverpool-Profi Glenn Hysén ist der Vater des aktuellen Nationalspielers Tobias Hysén (links) und von Anton Hysén.

Derzeit spielt Anton Hysén nur in der vierthöchsten Liga in Schweden bei Utsiktens BK, doch er galt einst als grosses Talent und gehörte auch der U-17-Nationalmannschaft an. Bei Häcken, einem Allsvenskan-Team aus Göteborg, erhielt er einen Lehrlingsvertrag. Doch zahlreiche Verletzungen bremsten die Karriere des jüngeren Bruders des aktuellen schwedischen Nationalspielers Tobias Hysén.

Schlagzeilen macht Anton Hysén nun mit seinem Coming-out im schwedischen Fussballmagazin «Offside». «Ich spiele vielleicht nicht in der höchsten Liga, aber ich will dennoch beweisen, dass es eine grosse Sache ist», so der Sohn des ehemaligen Nationalspielers Glenn Hysén. «Aber wo sind all die anderen. Das ist doch nicht normal, wenn man es sich genau überlegt», so Anton Hysén.

«Spornt mich nur noch mehr an»

Dass er mit seinem Coming-out wohl auch seiner Karriere keinen Gefallen tut, ist dem 20-Jährigen, der gerne wieder in den Spitzenfussball zurückkehren würde, bewusst. «Es gibt Leute, die Probleme mit Homosexuellen haben. Vielleicht ist ja tatsächlich ein Verein an mir interessiert, aber dann erfährt der Trainer, dass ich schwul bin, und der Klub ändert seine Meinung», glaubt Hysén. Trainer, Gegner und auch Mitspieler wüssten nun Bescheid. «Das ist überhaupt kein Problem. Sie können mich nennen, wie sie wollen, das spornt mich nur noch mehr an.» Zumindest bei Utsikten dürfte der Trainer kein Problem sein; es ist sein Vater.

Anton Hysén ist in einer Fussball-Familie aufgewachsen. Sein Vater spielte für IFK Göteborg, als der Verein europäisch noch eine Rolle spielte, Fiorentina und Liverpool. Nach seiner aktiven Karriere wurde er TV-Experte und war Trainer der Reality-Show «FCZ», in der 15 Männer, die noch nie Fussball gespielt hatten, zu einem Team geformt wurden. Auch Antons Brüder Tobias (Mittelfeldspieler bei Göteborg) und Alexander (Torhüter in Sundsvall) sind Fussballprofis. (baz.ch/Newsnetz)

Von Sascha Rhyner.

Quelle



Int. Fußball - Paukenschlag: Fußballer outet sich

Mi 09.Mrz. 14:26:00 2011

Er könnte zum Vorbild zahlreicher Fußballer werden: Anton Hysén, Sohn des ehemaligen Star-Kickers des FC Liverpool Glenn Hysén, hat sich offen zu seiner Homosexualität bekannt. "Ich bin Fußballer - und ich bin schwul", sagte der 20-Jährige vom Viertligisten Utsiktens BK dem Magazin "Offside".



Hysén junior ist damit der erste Fußballer mit einem prominenten Namen, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt. Für den Kicker, der in der Jugend für den Erstligisten BK Häcken gespielt, aufgrund zahlreicher Verletzungen aber nicht den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat, war sein "Outing" eine Herzensangelegenheit. "Ich bin Fußballer - und ich bin schwul. Wenn ich meine Leistung bringe, spielt das aber doch überhaupt keine Rolle, ob ich auf Frauen oder Männer stehe", stellt Hysén klar.

Der Meinung sind auch viele seiner Kollegen. Nach seinem Outing hat der 20-Jährige viel Zuspruch erfahren, Profi-Fußballer, Experten und Kommentatoren begrüßten den Schritt Hyséns. "Ich spiele vielleicht nicht in der höchsten schwedischen Liga, aber ich will beweisen, dass die sexuelle Orientierung eines Menschen keine Rolle bei der Ausübung seines Berufs spielt."

Weg nach oben verbaut?

Dennoch empfiehlt Hysén anderen schwulen Fußballern, vorsichtig zu sein und sich genau zu überlegen, ob sie ihre sexuelle Orientierung öffentlich machen wollen. "Alles ist diesbezüglich so kompliziert. Es gibt Rassisten, die Menschen mit anderer Hautfarbe nicht akzeptieren können. Und es gibt einfach Menschen, die homosexuelle Menschen nicht akzeptieren können."

Hysén weiß auch, dass sein Outing ihm den Weg in eine der oberen Ligen Schwedens vielleicht verbaut hat. "Es könnte ja sein, dass ein Klub Interesse an mir zeigt - und dann hört der Trainer, dass ich schwul bin, und dann ändern sie vielleicht plötzlich ihre Meinung." Doch für Hysén spielt das unterm Strich keine Rolle - er steht nicht nur zu seiner Sexualität, sondern auch zu seiner Entscheidung, diese publik gemacht zu haben. "Das wäre dann das Problem des Klubs, nicht meins."

Stefan Zürn / Eurosport

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